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SUP – ein Scharbeutzer Erfolgsmodell

Was vor vier Jahren mit einem Tisch und einem Stuhl an der Wasserkante begann, ist innerhalb kürzester Zeit zu einem Erfolgsmodell geworden – die SUP-Station in Scharbeutz, die an einem prominenten Standort zwischen Bayside-Hotel und Beach-Lounge liegt.

Stand up Paddeling (SUP) hat sich schnell zu einer Trendsportart entwickelt, die sehr viele Anhänger hat, weil sie von jedermann in allen Altersklassen schnell erlernt werden kann.

„Besonders hier am Strand ist es für die Gäste interessant, einmal etwas Neues auszuprobieren und anders als an Binnengewässern hat man hier ja sowieso schon meistens Badesachen an“, weiß Holger Wimmel aus Erfahrung. Hinzukommt sicherlich, dass das Equipment nicht so komplex ist wie beim Windsurfen oder Kiten.

 „Wir versuchen, jedes Jahr etwas Neues zu bieten und unser Angebot stetig zu erweitern“, erklärt er seine Geschäftsphilosophie.

Und in diesem Jahr wurde einiges Neues geboten. Tisch und Stuhl machten beispielsweise einem komfortablen Badewagen Platz, der alleine schon die Blicke der Strandbesucher auf sich zieht und der SUP-Station mehr Präsenz mit maritimem Flair verleiht.

Der Bereich ist aber nicht nur deutlich sichtbarer, man findet jetzt auch außerhalb der Öffnungszeiten Informationen für die Gäste, z. B. Wochenpläne und wann welche Kurse stattfinden.

„Ich bin sehr froh, dass in Zusammenarbeit mit der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB) diese Lösung gefunden worden ist“, freut sich Holger Wimmel. Denn man kann nicht einfach etwas „auf den Strand“ stellen. Es musste auf jeden Fall etwas Mobiles sein, dass – wie bei den Strandkörben – bei Hochwasser oder Großveranstaltungen schnell weggezogen werden kann.

 

Dem Wassersport schon immer verbunden

Bevor Holger Wimmel die SUP-Station eröffnete, gab es noch „ein anderes Leben“, wie er schmunzelnd berichtet. „Aber meine Familie und waren immer schon sehr mit dem Wassersport verbunden und hatten unsere Erfahrungen im Segelsport vorher gesammelt.“

In diesem „früheren Leben“ haben sie drei Jahre lang auf einem Schiff gelebt, sind über den Atlantik gefahren und haben den Pazifik überquert. „Wir haben eine schöne Zeit gehabt“, erinnert sich Holger Wimmel und bezieht dabei auch die Tochter mit ein, die kurz vor der Reise auf die Welt kam. Inzwischen ist die junge Dame 13 Jahre alt. Die Zeit mit ihren Eltern auf dem Wasser bis zu ihrem vierten Lebensjahr wird ihr aber sicher unvergesslich bleiben.

„Wir haben viele Ecken gesehen, wo man sonst nicht so hinkommt. Gerade Südsee und die ganzen schönen Inseln“, sinniert Holger Wimmel weiter. Da habe er sich ein SUP-Board gewünscht, damit man „so ein bisschen paddeln kann“, aber das war damals noch nicht so verbreitet.

Auch in der Zeit nach der langen Segelreise zog es die Familie immer wieder ans Wasser und während des Urlaubs haben sie SUP-Angebote gesehen und sich gedacht, dass das doch auch etwas für Scharbeutz sein könnte. Ein Angebot zusätzlich zu Minigolf und Fahrradfahren und sonstigen Aktivitäten. Gedacht – getan, so kam die Geschichte 2015 ins Rollen mit Anfragen bei der Gemeinde und der Tourismus-Agentur.

Zahlreiche Angebote – zufriedene Gäste

In Kooperation mit TALB wurden inzwischen einige Specials entwickelt. Dazu gehören SUP-Yoga oder auch die beliebten Sundowner-Touren. Daraus ergaben sich auch Synergien mit anderen Partnern.

Dazu gehören zum Beispiel die SUP-Yoga Workshops von Britta Sommer aus Sierksdorf mit ihrem StrandFITStudio, das Gesundheitskurse mit Meerblick anbietet.

Eine gute Zusammenarbeit hat sich auch mit der Scharbeutzer Beach-Lounge bei den  Sundowner-Touren entwickelt. „Die Gäste, wozu auch immer wieder viele neue gehören, genießen das Paddeln in den Sonnenuntergang, setzen sich hinterher noch bei einem Getränk zusammen und so entstehen auch Urlaubsfreundschaften“, weiß Holger Wimmel.

Weiterhin wird das Sommer-Angebot „Mercedes me explore Lübecker Bucht“ der TALB, bei dem E-Autos, E-Roller und E-Bikes gemietet und Zusatzangebote gebucht werden können, durch SUP-Events ergänzt.

Für jeden das richtige Angebot

Bei der SUP-Station ist für jeden etwas dabei, vom Schnupperkurs über den Verleih des Equipments bis hin zu Fortgeschrittenen-Kursen, die manchmal als Highlight von SUP-Prominenten begleitet werden.

Namen wie Sonni Hönscheid, dreifache SUP-Weltmeisterin, und Daniel Hasulyo, SUP-Weltmeister 2018, sind Insidern natürlich ein Begriff.

Sonni Hönscheid ist häufiger Gast in Scharbeutz und war auch bei der Eröffnung der „neuen“ SUP-Station zur Saison 2019 dabei. Daniel Hasulyo begeisterte SUP-Enthusiasten als Trainer von Fortgeschrittenen-Kursen für das Jedermann-Rennen beim ICF SUP World Cup, der 2019 bereits zum vierten Mal in Scharbeutz stattfand.

„Die Wassersportfamilie ist groß und man lernt viele interessante Leute kennen“, sagt Holger Wimmel. Die werden von den Wimmels auch schon einmal Zuhause betreut, wie die Japanerin Yuka Sato. „Das fanden unsere Kinder natürlich total spannend, da wurde ja auch mal mit Stäbchen gegessen“, erzählt Holger Wimmel amüsiert. Und den Kontakt zu allen zu halten, sei ja heute, dank der sozialen Medien, relativ einfach.

Soziales Engagement

Das Social Event „SUP 4Kids“ zugunsten der Kinderkrebsstation der Uni Lübeck liegt Holger Wimmel besonders am Herzen. 2019 fand es zum zweiten Mal statt.

Es richtet sich an Kinder während und nach einer Krebsbehandlung und an die Geschwisterkinder. . Sie können verschiedene Wassersportarten ausprobieren, wie SUP, Skimboarding auf einer Flachwasserbahn oder Katamaran-Schnupperkurse beim Yacht-Club Scharbeutz.

Alle Gäste können außerdem die verschiedenen Wassersportarten gegen eine Spende ausprobieren. „So bieten wir zum einen den Kindern ein schönes Erlebnis und zum anderen sammeln wir mit vielen anderen Partnern Geld für die Krebsstation“, erläutert Holger Wimmel. Im letzten Jahr kamen so rund 2000 Euro zusammen.

Kinder spielen darüber hinaus auch eine Rolle bei der Teilnahme der SUP-Station im Rahmen des Ferienpasses der Gemeinden Scharbeutz  und drei weiterer benachbarter Gemeinden

Qualität und Nachhaltigkeit

Die SUP-Station in Scharbeutz war die erste an der Wasserkante und Vorreiter als anerkanntes Wassersport-Center.

In allen Bereichen wird viel Wert auf Qualität gelegt. Außer einer reinen Trainerlizenz gehört dazu die Qualifikation, eine Wassersportschule leiten und Lehrgangsbescheinigungen ausstellen zu können, die „Hand und Fuß“ haben.

Beim Thema Nachhaltigkeit arbeitet Holger Wimmel mit Partnern zusammen, denen das ebenso berücksichtigen, von denen er sein Equipment bezieht oder die bei Veranstaltungen vor Ort sind.

Das Unternehmen, das seine Boards herstellt, ist CO2-neutral und pflanzt für jedes verkaufte Board eine Mangrove in Myanmar. Die Finnen dieser Boards sind aus recycelten Fischernetzen, die Board-Rucksäcke aus recycelten Flaschen.

Ein weiterer Partner ist die Firma Bracenet, die aus verlorengegangenen Fischernetzen Armbänder herstellt und mit vielen Non-Profit-Organisationen zusammenarbeiten.

Und immer wieder etwas Besonderes …

„Wir versuchen, jedes Jahr für unsere Gäste neues Material zu haben und immer wieder etwas Besonders“, zieht Holger Wimmel ein Fazit.

Das aktuelle Highlight: Ein langes Tandem-Board, auf dem man auch zu zweit oder zu dritt fahren kann.

Oder das Thema „Land-Paddeling“, falls der Ostseewind für SUP auf dem Wasser zu viel Welle macht. Dann kann man mit Longboards und speziellen Landpaddle-Sticks, die Gummipropfen anstelle des SUP-Paddleblatts haben, entlang der Küste auf Fahrradwegen ein ganz besonders SUP-Gefühl genießen.

Momentan ist es noch eine Nischengeschichte, die besonders bei Kindern gut ankommt. Sie zeigt aber auch, dass Holger Wimmel stets auf der Suche nach neuen Trends ist oder sie selbst setzt. „Man muss flexibel sein“, sagt er, besonders wegen der wettermäßig nicht vorhersehbaren Sommer.

Dennoch sagt er: „Ich bin kein Einzelkämpfer und freue mich sehr, dass es so ein gutes Miteinander mit den anderen Akteuren in der Lübecker Bucht gibt.“

Im nächsten Jahr – 2020 – kann er mit seiner SUP-Station fünfjähriges Jubiläum feiern, bei dem es sicher neue Überraschungen gibt.

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