Erste Ergebnisse:Touristisches Entwicklungskonzept (TEK) Lübecker Bucht 2030

In Scharbeutz und Sierksdorf fanden am 9. und 10. Dezember zwei der insgesamt drei Workshops zur touristischen Zukunft der Lübecker Bucht statt, zu denen die Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB) öffentlich eingeladen hatte.

Gemeinsam mit dem Tourismusberatungsbüro - das mit der Erstellung des Touristischen Entwicklungskonzeptes Lübecker Bucht 2030 beauftragt ist - und zahlreichen BürgerInnen und UnternehmerInnen wurde gemeinschaftlich diskutiert und aus den Reihen der Ansässigen konkrete Wünsche und Ideen aufgenommen.

Knapp 100 Gäste folgten in Scharbeutz der Einladung TALB  und versammelten sich im Kurparksaal Scharbeutz zum ersten von drei Workshops, deren Beiträge in das „Touristische Entwicklungskonzept (TEK) Lübecker Bucht 2030“ einfließen sollen. Zusätzlich verfolgten einige Zuschauer den Abend im Internet per Live-Stream des lokalen Pönitz TV.

 

Die TEK 2030-Auftaktveranstaltung am 09.12.2019 in Scharbeutz kann hier per Live-Stream moch einmal im Internet verfolgt werden.:

 

Mittels des TEK 2030, das im Frühjahr 2020 fertiggestellt und im Folgenden politisch beschlossen werden soll, sollen konkrete Handlungsrichtlinien aufgezeigt werden, um eine erfolgreiche Weiterentwicklung der touristischen Destination Lübecker Bucht zu gewährleisten. Hierbei sollen die Bedürfnisse der Ansässigen eine wichtige Rolle spielen, denn die Region ist zwar touristisch geprägt, soll aber gleichermaßen eine lebenswerte Heimat für Einheimische sein und bleiben.

Thema des gemeinsamen Workshops war die zukünftige Ausrichtung des Tourismus‘ der Lübecker Bucht. Die Tourismus-Agentur hatte im Vorwege öffentlich BürgerInnen, UnternehmerInnen und touristisch Interessierte zu dem Workshop eingeladen, um sich einzubringen und im eigenen Sinne zu engagieren. Ihre Beiträge sollen in das Touristische Entwicklungskonzept Lübecker Bucht 2030 (TEK 2030) einfließen.

Zu den maßgeblichen Handlungsfeldern gehört die touristische Infrastruktur in Scharbeutz und ebenso in Sierksdorf und Neustadt in Holstein. Des Weiteren sehen die Touristiker akuten Handlungsbedarf beim Thema Mobilität und Digitalisierung sowie bei der optimierte Vernetzung und Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und Tourismus. Ein weiterer Baustein des TEK 2030 ist ein im Hinblick auf die Bevölkerung verträgliches Wachstum des Tourismus‘, das ihre Bedürfnisse an ihr Lebensumfeld berücksichtigt.

André Rosinski, Vorstand der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB) bei der Moderation in Scharbeutz

Nachbetrachtungen des Workshops in Scharbeutz

Der Workshop-Abend startete, nach einer offiziellen Begrüßung durch den Vorstand der Tourismus-Agentur, André Rosinski, mit einer Bestandsaufnahme und Beschreibung der Ist-Situation durch das beauftragte Tourismusberatungsbüro.

Beim Aufzeigen der ersten strategischen Ansätze, Ziele und angestrebten Handlungsfelder wurde deutlich, dass die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes wichtig und richtig ist. In der anschließenden Diskussion in großer Runde waren auch kritische Stimmen zu hören, die aufzeigten, dass die aktuellen Problemfelder durchaus bewusst und konkrete Maßnahmen als Folge des Entwicklungskonzeptes erforderlich und gewollt sind.

Im Anschluss begaben sich die Teilnehmer in einzelne Themenforen. Jeweils von Mitarbeitern der Tourismus-Agentur begleitet, wurden hier Vorschläge und Meinungen der Workshop-Gäste aufgenommen und schriftlich an großen Stellwänden festgehalten.

Die vier Foren waren thematisch eingeteilt und die Besucher konnten sich zu folgenden Themen frei äußern: Mobilität und Nachhaltigkeit; Touristische Infrastruktur; Vernetzung Binnenland, Rad und Wandern; Betriebe, Angebote, Veranstaltungen.

Nach dem angeregten Austausch in den Foren kamen die Teilnehmer wieder im Plenum zusammen. Hier wurden die Ergebnisse von den Mitarbeitern der Tourismus-Agentur und den Beratern präsentiert und es zeigte sich, dass in den Gruppen konstruktiv, kreativ und konkret gearbeitet worden war.

Eine Vielzahl an Lösungsansätzen, Vorschlägen für neue Urlaubserlebnisse und infrastruktureller Notwendigkeiten war zusammen gekommen und füllte die Stellwände.

Diese werden nun im Nachgang von dem Tourismusberatungsbüro ausgewertet und fließen in die Konzepterstellung mit ein.

“Es war ein intensiver Abend und wenngleich manches durchaus kontrovers diskutiert wurde, sind wir umso mehr überzeugt, dass es richtig und wichtig ist, diese interaktiven Workshops in dieser Zusammensetzung durchzuführen. Die Teilnehmer sind alle selbst betroffen; es geht schließlich um ihr Lebensumfeld und/oder um ihre Lebensgrundlage. Das ist emotional aufgeladen und braucht Raum. Genau dieser Raum ist mit den Workshops gegeben und wir stellen uns den Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Letztendlich sitzen wir alle in einem Boot, denn es geht um die Zukunft unseres Lebens- und Arbeitsumfeldes“, resümiert André Rosinski.

Und weiter:“‚Wir haben im direkten Austausch in der Gruppe die Möglichkeit erhalten, ganz ungefiltert zu erfahren, was die Menschen in Scharbeutz bewegt und genau so war der Workshop gedacht“.

Gruppenarbeit in Sierksdorf

Nachbetrachtungen des Workshops in Sierksdorf und Terminvorschau Neustadt

Am Folgeabend, dem 10. Dezember 2019, fand der nächste Workshop statt. Veranstaltungsort war diesmal das Haus des Gastes in Sierksdorf, wo sich rund 30 interessierte Besucher einfanden.

Die Organisatoren hatten nach der Erstveranstaltung in Scharbeutz den Veranstaltungsablauf modifiziert, um dem direkten Austausch und dem Meinungsbild der Teilnehmer noch mehr Raum zu geben. Die Themen, die auch in Scharbeutz im Fokus standen, wurden hier in der großen Gruppe gemeinschaftlich diskutiert.

Auch in Sierksdorf brachten sich die Teilnehmer aktiv ein, engagierten sich und steuerten viele Beiträge bei, die aufzeigten, dass man sich auch hier des individuellen Handlungsbedarfes für den eigenen Ort im Klaren ist.

„Jeder Ort der Lübecker Bucht ist einzigartig und jeder hat seine individuellen Themen und Handlungsfelder. Das wurde auch bei den Workshops wieder deutlich“, stellt der Vorstand der Tourismus-Agentur fest. „Gleichzeitig ist aber auch bewusst, dass die Zusammenarbeit der Orte für alle lohnenswert und zielführend ist. Und zwar in vielen Bereichen, die zum einen den Tourismus betreffen, oft aber auch gleichermaßen die Einheimischen. Ein einfaches Beispiel: bekommen wir es hin, den öffentlichen Nahverkehr zu optimieren – was dringend erforderlich ist – dann ist das ein Gewinn für die Ansässigen und gleichermaßen für die touristischen Gäste. In vielen Bereichen, gehen die Bedürfnisse Hand in Hand.“

Auch nach der Workshop-Reihe wird die Tourismus-Agentur mit den Teilnehmern im Austausch bleiben und weiter zu dem Touristischen Entwicklungskonzept Lübecker Bucht 2030 informieren.

Der nächste Workshop findet in Neustadt in Holstein am Dienstag, 14. Januar 2020, von 18 bis 21 Uhr, in der Mensa der Jacob-Lienau-Schule, statt.

Die Tourismus-Agentur Lübecker Bucht hofft auch hier auf viele engagierte Teilnehmer und einen konstruktiven Austausch für das gemeinsame Ziel: eine erfolgreiche Zukunft der Lübecker Bucht.