Dritter Workshop zur touristischen Zukunft der Lübecker Bucht in Neustadt

Nach Scharbeutz am 09.12.2019 und Sierksdorf am 10.12.2019 (siehe hier) fand am 14.01.2020 der dritte Workshop in Neustadt in Holstein statt.

In der Mensa der Jacob-Lienau-Schule trafen sich rund 70 Interessierte aus Neustadt in Holstein, Pelzerhaken und Rettin, die der Einladung der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB) zu diesem Workshop im Rahmen des Touristischen Entwicklungskonzeptes Lübecker Bucht 2030 (TEK 2030) gefolgt waren.

Mit einem Plenum und einzelnen Themenforen wurde die Zeit für einen intensiven Austausch genutzt, bei dem es galt, sich einzubringen, im eigenen Sinne zu engagieren und so die touristischen Zukunft der Lübecker Bucht mitzugestalten.

„Es war ein gelungener Abend mit angeregtem Austausch und konstruktiven Hinweisen. Vieles von dem, was wir schon als Handlungsfeld erkannt haben, wurde uns seitens der Teilnehmer aus Neustadt in Holstein, Pelzerhaken und Rettin bestätigt. Zudem wurden uns aber auch ergänzende Aspekte aufgezeigt, die uns die Bedürfnisse der hier lebenden Menschen noch näher brachten. So erhielten wir bei diesem Workshop – wie auch bei den Veranstaltungen in Scharbeutz und Sierksdorf - wertvolle Erkenntnisse, mit denen wir das TEK 2030 zielführend weiterentwickeln können“, fasst TALB-Vorstand Rosinski zusammen.

Mit dem TEK 2030, das im Frühjahr 2020 fertiggestellt und im Folgenden politisch beschlossen werden soll, sollen konkrete Handlungsrichtlinien aufgezeigt werden, um eine erfolgreiche Weiterentwicklung der touristischen Destination Lübecker Bucht zu gewährleisten.

Hierbei sollen die Bedürfnisse der Ansässigen eine wichtige Rolle spielen, denn die Region ist zwar touristisch geprägt, soll aber gleichermaßen eine lebenswerte Heimat für Einheimische sein und bleiben.

Der Workshop-Abend in Neustadt in Holstein begann mit der offiziellen Begrüßung durch den Vorstand der Tourismus-Agentur, André Rosinski (Bild oben, rechts), der kurz das touristische Entwicklungskonzept erklärte und den aktuellen Stand des Projektes darstellte.

Auch Neustadts Bürgermeister Mirko Spieckermann war zugegen. Er betonte im Rahmen seiner Begrüßung die Wichtigkeit der Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger und die Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse an ihr Lebensumfeld im Zusammenhang mit der touristischen Entwicklung der Region.

Durch das beauftragte Tourismusberatungsbüro wurde den Gästen eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation skizziert. Bei der nachfolgenden Vorstellung erster strategischer Ansätze, Ziele und angestrebter Handlungsfelder wurde deutlich, dass die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes wichtig und richtig ist.

Beispiele aus anderen Destinationen rundeten den Präsentationsteil der Veranstaltung ab. Zu den maßgeblichen Handlungsfeldern zählt laut des Beratungsbüros die touristische Infrastruktur.

Des Weiteren sehen die Touristiker akuten Handlungsbedarf beim Thema Mobilität und Digitalisierung sowie bei der optimierten Vernetzung und Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und Tourismus.

Ein weiterer Baustein des TEK 2030 ist ein im Hinblick auf die Bevölkerung „verträgliches Wachstum des Tourismus“, das die Bedürfnisse der Einheimischen an ihr Lebensumfeld berücksichtigt.

Nach der Präsentation des Beratungsbüros wurden die Teilnehmer in drei Themenforen zur aktiven Mitarbeit gebeten.

 

Die Foren beschäftigten sich mit der Stadt Neustadt in Holstein, den Orten Pelzerhaken und Rettin und das dritte Forum mit der Vernetzung in der Lübecker Bucht.

Die Veranstaltungsgäste brachten sich mit vielen Ideen und Wortmeldungen ein und es fand ein reger Austausch mit den Organisatoren und untereinander statt.

Neben Hinweisen zu fehlenden Gastronomie-Angeboten wurde vielfach auf einen Optimierungsbedarf im Bereich Mobilität hingewiesen. Auch eine Verstärkung des Radverkehrs, einen Ausbau der Radwege wie auch eine Berücksichtigung von Radspuren im Verkehr wurde intensiv besprochen.

Die Markttage wurden positiv hervorgehoben, wenngleich angemerkt wurde, dass es an Angeboten auf dem Marktplatz an den Tagen fehle, an denen kein Markt stattfinde.

Die Hinweise der Workshop-Teilnehmer werden nun im Nachgang von dem Tourismusberatungsbüro ausgewertet und fließen in die weitere Konzepterstellung mit ein.

Nach Beendigung der Foren kamen alle Teilnehmer zu einer kurzen Zusammenfassung wieder im Plenum zusammen, wo die Arbeit in den einzelnen Themengruppen resümiert wurde.

Auch nach der nun abgeschlossenen Workshop-Reihe will die Tourismus-Agentur mit den Teilnehmern im Austausch bleiben und weiter zu dem Touristischen Entwicklungskonzept Lübecker Bucht 2030 informieren.

 

Alle Bilder: copyright_www-luebecker-bucht-ostsee.de